Archive for June, 2010
Am Anfang sollte man sich überlegen, welches Werkstück man bauen oder bearbeiten möchte.
Dazu stehen die unterschiedlichsten Werkzeuge und Hilfsmittel zur Verfügung. Es kommt auch immer darauf an, mit welcher Technik man das Holz bearbeiten will und in wie weit Technik zum Einsatz kommt.
Als Erstes braucht man eine Werkbank oder notfalls auch einen Tisch um sein Werkstück richtig zu bearbeiten und es eventuell mit Schraubzwingen zu befestigen. Ein geeigneter Untergrund ist wichtig für eine gute Arbeit am und mit Holz. Als wichtigstes Werkzeug sind die Sägen zu erwähnen, mit denen man das zu bearbeitende Holz in seine Einzelteile zersägt. Für Anfänger in der Holzbearbeitung reichen normale Fuchsschwänze aus. Feinsägen kommen zum Einsatz, wenn man Holzverbindungen an den einzelnen Holzstücken einarbeiten möchte. Für sehr filigrane Arbeiten werden üblicher weise Japansägen genommen.
Zur normalen Grundausstattung gehören ein Doppelhobel sowie ein Simshobel. Doppelhobel können für alle Oberflächen benutzt werden und Simshobel für kleinere Absätze. Mit dem so genannten Stechbeitel können Vertiefungen und Schlitze aus dem Holz geschnitten werden. Stechbeitel werden meist als Komplettsatz in verschiedenen Größen angeboten. Mit zu einer soliden Grundausstattung sollte ein Holzhammer gehören. Dieser kommt zum Einsatz, wenn man einen Stechbeitel in das Holz treiben will um größere Stücke heraus zu arbeiten. Ebenso gehört zur Holzbearbeitung Schleifpapier in unterschiedlichen Körnungsgrößen. Sie dienen zum abschleifen von Holzspänen, Kanten und sind zum Glätten ideal geeignet. Paarweise sollte man Schraubzwingen und Klemmen im Sortiment haben um das jeweilige Holzstück gut zu befestigen.
Messschienen und Messwinkel, Bleistifte, Messband und Zollstock sind mit die wichtigsten Werkzeuge zur Holzbearbeitung und sollten in einer gut ausgerüsteten Werkstatt ebenso nicht fehlen.
Um ein Möbelstück zu lackieren, muss darauf geachtet werden, dass keine Unebenheiten bestehen. Dies kann Schmutz oder alte Farbe verursachen. Die alte Farbe muss gründlich abgeschliffen werden, um die neue Lackierung haltbar zu machen und ein glattes Ergebnis zu erzielen. Falls immer noch Unebenheiten bestehen, kann man diese mit einer Grundierung ausbessern.
Das Möbelstück muss komplett gereinigt sein um auch hier Haltbarkeit und Ebenheit garantieren zu können. Ebenso muss es komplett trocken sein, bevor man mit dem Lackieren beginnt, anderenfalls entstehen Blässchen im Lack, oder die Farbe blättert vorschnell ab und deckt nicht.
Bei dem Kauf des richtigen Lackes lassen sie sich am Besten in einem Fachgeschäft beraten. Denn nicht jeder Lack ist für jedes Material günstig einzusetzen. Auch das eigene Verdünnen erfordert eine gute Grundkenntnis. Deswegen ist Laien davon abzuraten.
Arbeiten sie am besten in einem abgeschlossenen Raum um das Möbelstück vor Staub und Schmutz zu schützen, der sich schnell auf dem frischen Lack ablegt und dort nicht wieder zu entfernen ist.
Der Lack lässt dich am besten mit einem kleinen Roller auftragen. Dieser verringert das Risiko von Rillen im Lack, die sich mit einem Pinsel nur schwer vermeiden lassen. Der Lack muss unbedingt gleichmäßig aufgetragen werden, da man sonst kleine Wellen im späteren Ergebnis sehen könnte.
Lack neigt dazu tropfenförmige Spuren zu ziehen, deswegen sollten sie nicht sofort mit einer dickeren Schicht beginnen, sondern lieber den Lack dünn auftragen und bei bedarf eine weitere Schicht, nach Trockenen der Ersten, auftragen. So erzielen sie ein gleichmäßigeres Ergebnis und beugen den so genannten „Lacknasen“ vor. Lassen sie das Möbelstück lieber länger trocknen, als der Hersteller des Lackes es angibt. Meist ist der Lack zwar äußerlich trocken, aber noch nicht durchgetrocknet und deshalb noch sehr stoßempfindlich und kann sich bei geringer Reibung wieder lösen.