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Um Holz zu bearbeiten bedarf es ein gewisses Grundwissen. Viele schätzen das Holz robuster ein, als es eigentlich ist und begehen damit schon die ersten Fehler. Holz kann sehr empfindlich sein und mit schwerem Werkzeug muss deswegen auch umzugehen zu wissen sein, um damit Holz effektiv behandeln zu können. Das Schleifen verleiht dem Holz seinen natürlichen Glanz und schützt durch die Glättung auch vor Witterungseinflüssen. Allerdings sollte nach dem Schleifen trotzdem das Holz mit einem Schutz behandelt werden um es leicht zu reinigen. Unbehandeltes Holz ist vor Flecken nicht geschützt und sehr empfindlich.
Das Holz schleift man generell immer in Faserrichtung. Das verhindert Unebenheiten auf dem Holz und erleichtert das Schleifen ungemein.

Um große Flächen zu schleifen benutzt man am besten eine Schleifmaschine. Hierbei ist darauf zu achten, dass man das Holz gleichmäßig abschleift und jede Stelle gleicher Aufmerksamkeit gewidmet wird. Um die Kanten zu schleifen, bietet es sich an, dies mit der Hand zu tun. Man kann je nach Beschaffenheit und Form das Schleifpapier entweder glatt mit der Hand benutzten, oder es um einen Schleifstein legen, um so den Druck gleichmäßiger verteilen zu können. Auch hier ist wieder die Faserung zu beachten, um auch in den kleinsten Winkeln ein optimales Ergebnis erzielen zu können.

Um Kanten abzurunden kann man entweder das Schleifpapier gleichmäßig und gespannt über die Kanten ziehen, oder wieder nach dem gleichen Prinzip mit dem Block arbeiten. Schwere Geräte sind hier nicht empfehlenswert, da man kleine Verformungen in die Kanten schleifen kann, die sich nur schwer wieder ausgleichen lassen.

Wenn es abgeschliffen wurde kann man das Holz lackieren.

Um ein Möbelstück zu lackieren, muss darauf geachtet werden, dass keine Unebenheiten bestehen. Dies kann Schmutz oder alte Farbe verursachen. Die alte Farbe muss gründlich abgeschliffen werden, um die neue Lackierung haltbar zu machen und ein glattes Ergebnis zu erzielen. Falls immer noch Unebenheiten bestehen, kann man diese mit einer Grundierung ausbessern.

Das Möbelstück muss komplett gereinigt sein um auch hier Haltbarkeit und Ebenheit garantieren zu können. Ebenso muss es komplett trocken sein, bevor man mit dem Lackieren beginnt, anderenfalls entstehen Blässchen im Lack, oder die Farbe blättert vorschnell ab und deckt nicht.
Bei dem Kauf des richtigen Lackes lassen sie sich am Besten in einem Fachgeschäft beraten. Denn nicht jeder Lack ist für jedes Material günstig einzusetzen. Auch das eigene Verdünnen erfordert eine gute Grundkenntnis. Deswegen ist Laien davon abzuraten.
Arbeiten sie am besten in einem abgeschlossenen Raum um das Möbelstück vor Staub und Schmutz zu schützen, der sich schnell auf dem frischen Lack ablegt und dort nicht wieder zu entfernen ist.

Der Lack lässt dich am besten mit einem kleinen Roller auftragen. Dieser verringert das Risiko von Rillen im Lack, die sich mit einem Pinsel nur schwer vermeiden lassen. Der Lack muss unbedingt gleichmäßig aufgetragen werden, da man sonst kleine Wellen im späteren Ergebnis sehen könnte.
Lack neigt dazu tropfenförmige Spuren zu ziehen, deswegen sollten sie nicht sofort mit einer dickeren Schicht beginnen, sondern lieber den Lack dünn auftragen und bei bedarf eine weitere Schicht, nach Trockenen der Ersten, auftragen. So erzielen sie ein gleichmäßigeres Ergebnis und beugen den so genannten „Lacknasen“ vor. Lassen sie das Möbelstück lieber länger trocknen, als der Hersteller des Lackes es angibt. Meist ist der Lack zwar äußerlich trocken, aber noch nicht durchgetrocknet und deshalb noch sehr stoßempfindlich und kann sich bei geringer Reibung wieder lösen.